Neue Förderanreize für Bayerns Waldbesitzer

Um den Aufbau stabiler Mischwälder in Bayern zu beschleunigen, hat Staatsminister Helmut Brunner die forstliche Förderung für die privaten und kommunalen Waldbesitzer neu ausgerichtet.

„Wir haben wirksame Anreize geschaffen, um die Waldbesitzer noch stärker für die Pflege und Bewirtschaftung ihrer Wälder zu motivieren“, sagte Brunner am 1. August 2014 im Landkreis Deggendorf, wo er die neuen Richtlinien in der Praxis vorstellte. 

Der Minister erwartet sich durch das mit zunächst 14,5 Millionen Euro ausgestattete Programm neuen Rückenwind für den notwendigen Umbau labiler Nadelwälder in klimatolerante Mischwälder: Auf 40.000 Hektar Fläche ist das landesweit seit 2008 bereits gelungen, 100.000 Hektar will Brunner bis 2020 erreichen, allerdings erschweren die oft geringen Besitzgrößen im Privatwald zunehmend ein zügiges Vorankommen – über zwei Drittel der 700.000 Waldbesitzer im Freistaat bewirtschaften weniger als zwei Hektar. Viele halten sich wegen des vergleichsweise höheren Aufwands bei der Waldbewirtschaftung zurück.

Dem will der Minister mit noch attraktiveren Angeboten gerade für die Besitzer von Klein- und Kleinstwäldern gegensteuern: Sie erhalten künftig einen um zwanzig Prozentpunkte höheren Fördersatz für Pflanzung und Pflege. Wo die Wälder vom Klimawandel am stärksten betroffen sind, sol-len Förderzuschläge für neue Bewirtschaftungsimpulse sorgen. Bei der Pflanzung von Wäldern gibt es jetzt nicht mehr nur für Laubbäume, sondern für alle klimatauglichen Baumarten Zuschüsse. „Damit wollen wir die Akzeptanz bei den Waldbesitzern weiter verbessern“, so der Minister. Unbürokratischer wird es auch: Komplizierte Flächenmessungen, wie sie bisher als Nachweis für die Zuschüsse notwendig waren, wurden durch einfachere Verfahren ersetzt. Und auch beim Waldnaturschutz gibt es neue Akzente: Zuschüsse gibt es jetzt für den Erhalt seltener Baumarten und alter Samenbäume sowie für die Anlage von Feuchtbiotopen.

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