Wildschäden sind schleichend
Für Jedermann deutlich sichtbare Wildschäden im Wald sind selten. Vor allem der Verbiss ist kaum sichtbar und schleichend.
Was äst das Reh?
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Hat das Folgen für den Wald?
Rehe lieben vor allem Mischbaumarten, die in den Nadelholzverjügungen oft in genügender Anzahl zu finden sind. Dadurch bleiben die Mischbaumarten mit der Zeit zurück und werden von den Nadelhölzern überwachsen. Es kommt zur Entmischung. Übrig bleiben dann instabile Nadelholzmonokulturen.
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Es ist doch ohnehin kaum Laubholz vorhanden!
Im Normalfall genügt eine Eiche, Buche oder Tanne pro ein bis zwei Hektar, damit in der Verjüngung genügend Mischbaumarten mitkommen. Vor allem die Eicheln und Bucheckern werden zu Tausenden vom Eichelhäher versteckt. Die ungenutzen Verstecke bilden dann die sogenannte Hähersaat, oft weit entfernt vom Mutterbaum.
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Wie lange dauert eine Entmischung?
Der Prozess einer Entmischung ist schleichend! Bis ein Wald verjüngt ist, dauert es oft viele Jahre. Schattbaumarten wie die Tanne besiedeln bereits den Waldboden wenn es noch sehr dunkel ist.
Hier werden bereits meistens die Sämlinge von dern Rehen abgeäst, so daß der Eindruck entsteht, "dass sich ja ohnehin nichts verjüngt". Bis der Prozess der Entmischung deutlich sichtbar wird, dauert es oft Jahre. Die Folgen bleiben aber hundert Jahre.
Mit einem Weiserzaun (ca. 5x5m) läßt sich dieser schleichende Prozess sichtbar machen und dokumentieren.
Hat der Waldbesitzer Anspruch auf Schadensersatz?
Der Waldbesitzer hat die Möglichkeit Wildschadensersatz zu verlangen.
Der wesentlich sinnvollere Weg ist jedoch Wildschäden ivon vorneherein zu vermeiden.
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